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Arbeitssicherheit

Aktuell

Arbeitssicherheit aktuell

Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und Informationen aus den Bereichen Arbeits-, Brand-, Gesundheits- und Umweltschutz.

Dieser umfasst:

  • AKTUELLE MEDIENBERICHTE
  • AKTUELLE ÄNDERUNGEN gesetzlicher Bestimmungen im ArbeitnehmerInnenschutz
  • NEUIGKEITEN im ArbeitnehmerInnenschutz an der Montanuniversität Leoben

28.02.2020

Coronavirus - Informationen

AS | Information

Coronavirus

Sehr geehrte Damen und Herren.

Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht an Antworten zu häufigen Fragen zum Thema Coronavirus.

Detailfragen können Sie auch jederzeit an den Arbeitsmediziner der Montanuniversität Leoben

Herrn Dr. Robert Jernej unter der DW 7008 bzw.

via e@mail unter robert.jernej(at)unileoben.ac.at

richten.

 

Welche Übertragungswege gibt es?

Das Virus wird primär von Mensch zu Mensch übertragen. Neben den Sekreten des Atmungstraktes und Speichel können auch Ausscheidungen (Harn, Stuhl) und Körperflüssigkeiten (zB Blut) infektiös sein. Es gibt laut WHO keine Anzeichen dafür, dass das Virus von Haustieren übertragen werden kann.

Ist eine Übertragung durch Poststücke möglich?

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Handelswaren, zB aus China, ein Risiko darstellen. Unklar ist noch, wie lange das Virus auf Oberflächen überlebt, Studien legen nahe, dass es (abhängig von Faktoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit) ein paar Stunden bis einige Tage überlebt. Aufgrund der geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren Quelle einer Infektion sein könnten.

Sind Dienstreisen ins Ausland derzeit sicher?

Informieren Sie sich vor Reiseantritt auf der  Homepage des Außenministeriums. Derzeit gilt für China ein hohes Sicherheitsrisiko, eine partielle Reisewarnung gilt für die Provinz Hubei. Auch in Italien und Südkorea gilt derzeit eine partielle Reisewarnung für betroffene Gemeinden.

Vor geplanten Dienstreisen nach Italien oder China empfiehlt es sich, die aktuellen Informationen abzurufen und zu prüfen, ob es andere Möglichkeiten gibt, die ihre Mitarbeiter weniger Risiko aussetzen. Hinzu kommt, dass Arbeitgeber in diesem Fall kein Geld rückerstattet erhalten, wenn ihre Mitarbeiter aufgrund von Quarantäne-Maßnahmen nicht zur Arbeit erscheinen können.

Können gebuchte Dienstreisen kostenfrei storniert werden?

Laut § 10 Abs 2 Pauschalreisegesetz (PRG) besteht ein kostenfreies Rücktrittsrecht des Reisenden dann, wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen. Dazu zählen auch schwere ansteckende Krankheiten. Allerdings kommt es immer auch auf die konkreten Umstände im Einzelfall an.

Quarantäne – was bedeutet das für Unternehmen und deren Mitarbeiter?

Ja, im Quarantänefall hat die Entgeltfortzahlung weiter zu erfolgen, da die Arbeitsleistung aufgrund der angeordneten Quarantäne entfällt. Der Arbeitgeber hat gemäß Epidemiegesetz das Recht, Kostenersatz zu beantragen. Die Kosten übernimmt der Bund. Das ist auch dann der Fall, wenn ganze Betriebe unter Quarantäne gestellt werden sollten.

Man sitzt einem betroffenen Gebiet fest und kann nicht zur Arbeit erscheinen?

Arbeitnehmer haben die Pflicht, den Arbeitgeber sofort zu informieren, und daran mitzuwirken, dass dringende Arbeiten erledigt werden können. Wenn man unverschuldet verhindert ist, kann der Betrieb auch in dieser Situation das Geld vom Bund zurückfordern.

Achtung, wenn man sich wissentlich in ein bereits betroffenes Gebiet begibt, ist die Lage anders. Wenn man zB etwa nach Venedig fährt und dort unter Quarantäne gestellt wird, wäre der Arbeitgeber nicht mehr zur Entgeltfortzahlung verpflichtet. Es käme zu einer unbezahlten Dienstverhinderung, die aber keinen Entlassungsgrund darstellt.

Darf ein Mitarbeiter aus Angst vor einer Ansteckung zu Hause bleiben?

Nein. Homeoffice-Arbeit muss immer vereinbart werden.

Wie kann man sich und andere im Betrieb schützen?

Es werden die gleichen Maßnahmen empfohlen, die auch für die saisonale Grippe gelten: mehrmals täglich die Hände mit Wasser und Seife waschen. Zusätzlich kann man ein alkoholhaltiges Desinfektionsmittel verwenden. Wenn man hustet oder niest, Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bedecken.

Was tun im Verdachtsfall?

Personen mit akuten Symptomen einer Atemerkrankung, die innerhalb von 14 Tagen Kontakt mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Covid-19-Patienten hatten oder sich in einer Region aufgehalten haben, in der Fälle nachgewiesen wurden, werden als Verdachtsfall eingestuft.

Sollte ein Mitarbeiter entsprechende Krankheitssymptome zeigen, dann nehmen Sie direkt mit der österreichweiten Gesundheitshotline 1450 Kontakt auf. Direkten Kontakt im Verdachtsfall sollten Sie und Ihre Mitarbeiter möglichst vermeiden. Ein Mindestabstand von einem, zwei Metern wird empfohlen.

Was passiert bei einem Verdacht auf eine Coronavirus - Erkrankung?

Aufgrund eines Anlassfalls können eine Gesundheitsbehörde bzw die Bezirkshauptmannschaft oder das Magistrat Quarantäne verordnen. Basis ist dafür die Novelle der Absonderungsverordnung mit BGBl II Nr 21/2020.

Welche Symptome deuten auf Covid -19?

Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome.

 

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